24 junge Menschen, ein gemeinsames Ziel: Wie Freiwilligendienst die Agenda 2030 bewegt

Luisa, Ava, Merle, Annika und Leopold beim Ausmalen in Medellín, Kolumbien

Im Februar, August und September 2026 brachen 24 junge Menschen aus Österreich zu einem besonderen Jahr auf. Sie begannen ihr Volontariat in Kinder- und Jugendsozialprojekte in Georgien, Ecuador, Kolumbien, Bolivien, Kenia, Malawi, Lesotho, Kambodscha und Indien.  Zehn bis zwölf Monate werden sie in den Einsatzprojekten leben, arbeiten und lernen – an der Seite von Menschen, die täglich erleben, was es bedeutet, wenn soziale Teilhabe und Chancengleichheit keine Selbstverständlichkeit sind. Das Prinzip der Agenda 2030, „niemanden zurückzulassen“ („leave no one behind“), wird dabei ganz konkret und greifbar. 

Wer wir sind

VOLONTARIAT bewegt ist die Entsendeorganisation der Salesianer Don Boscos und Jugend Eine Welt. Seit 2013, mit Wurzeln, die bis 1997 zurückreichen, ermöglichen wir jungen Menschen ab 18 Jahren einen Freiwilligendienst, der auch als Zivilersatzdienst anrechenbar ist. Über 850 junge Österreicherinnen und Österreicher haben seither einen Auslandseinsatz gemacht. Unterstützt werden wir dabei vom österreichischen Sozialministerium.

Freiwilligendienst ist SDG-Arbeit, sowohl im Globalen Süden als auch in Österreich

Der direkte Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 zeigt sich in der konkreten Arbeit der Volontär*innen: Sie engagieren sich in Bildungs- und Sozialprojekten für Kinder und Jugendliche, in Straßenkinderprogrammen, Schulen, Ausbildungsstätten und Jugendzentren. Damit unterstützen sie vor Ort Strukturen und Angebote, die zu SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 1 (Keine Armut) und SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) beitragen.
Gleichzeitig entfaltet ein Freiwilligendienst Wirkung weit über den konkreten Einsatzort hinaus. Vorbereitung, Begleitung und Reflexion sind zentrale Bestandteile des Volontariats und ermöglichen den jungen Menschen, sich intensiv mit globalen Ungleichheiten, Kolonialgeschichte, Machtverhältnissen und den eigenen Privilegien auseinanderzusetzen. Sie entwickeln dabei ein differenzierteres Verständnis für die globalen Zusammenhänge zwischen unserem Leben in Österreich und den Lebensrealitäten im Globalen Süden. Damit wird ein Freiwilligendienst zu Globalem Lernen in seiner reinsten Form.
Diese Erfahrungen wirken auch nach der Rückkehr weiter: Als Multiplikator*innen tragen ehemalige Volontär*innen ihre Perspektiven und ihren geschärften Blick in ihr persönliches Umfeld, in die österreichische Zivilgesellschaft, in Studium und Beruf sowie in ehrenamtliches Engagement. Damit leistet der Freiwilligendienst auch in Österreich einen Beitrag zu SDG 4.7 – Bildung für nachhaltige Entwicklung und zur Bewusstseinsbildung für die Umsetzung der Agenda 2030.

Partnerschaft auf Augenhöhe statt Hilfe von oben

Für uns steht Miteinander, Begegnung auf Augenhöhe und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – auch in der Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partner*innen. Wo Volontär*innen tätig werden, entscheiden nicht wir allein: Die Einsatzstellen entstehen dort, wo unsere Partnerorganisationen vor Ort einen konkreten Bedarf sehen und Unterstützung anfragen. Die Volontär*innen kommen dabei nicht als Helfende von außen, sondern als Gäste, Mitarbeitende und Lernende zugleich. Nach dem Grundsatz "Lernen, Arbeiten, Teilen" bringen sie sich in bestehende Strukturen ein, teilen ihren Alltag mit den Menschen vor Ort und lernen von ihren Erfahrungen und Perspektiven. Genau dieses Verständnis von gleichwertiger Partnerschaft (SDG 17) ist für uns der Kern eines zeitgemäßen Austausches zwischen Globalem Süden und Globalem Norden.

Ein Jahr, das Spuren hinterlässt – in beide Richtungen

Was die 24 Volontär*innen des Jahrgangs 2026 erwartet, lässt sich an den Erfahrungen von Hunderten Rückkehrer*innen ablesen: Ein Jahr, das den eigenen Lebensweg verändert und großes Potenzial für gesellschaftliche Veränderung hat, denn Rückkehrer*innen sind wesentliche Brückenbauer*innen zwischen den SDGs im Globalen Süden und der SDG-Umsetzung in Österreich.

Bewirb dich für die Ausreise 2027!

Du bist jung, willst dich ein Jahr für SDGs und globale Gerechtigkeit einsetzen und bist bereit, über geografische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg zu lernen? Dann bewirb dich jetzt bei VOLONTARIAT bewegt für den Ausreisejahrgang 2027!


Alle Informationen zu Voraussetzungen, Einsatzorten, Vorbereitung, Kosten und Bewerbung findest du auf www.volontariat.at. Wir freuen uns auf dich!


VOLONTARIAT bewegt ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos und von Jugend Eine Welt.


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